Unabhängige Freie Wähler Kernen i.R.
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| 23.11.2011 | Gedanken zu S21 | Hans Dietzel |
| 13.07.2011 | Hartmut Roth neuer 1. Vorsitzender | Caren Brazel |
| 13.07.2011 | "Quo Vadis Kernen?" - Kommunale Bildungsaufgaben | Hans Dietzel, Martin Weiß |
| 06.07.2011 | "Quo Vadis Kernen?" - Wege der Gemeindeentwicklung | Hans Dietzel |
| 29.06.2011 | Einladung zur UFW Mitgliederversammlung | |
Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen i.R.
Am kommenden Sonntag findet die mit Spannung erwartete Volksabstimmung zu dem Bahnprojekt Stuttgart 21 statt. Genauer: Die Bürger Baden Württembergs werden befragt, ob sie einen Ausstieg des Landes aus diesem Projekt befürworten. Wie die anderen Beteiligten verfahren werden (Bund, Deutsche Bahn, Stadt Stuttgart) steht nicht zur Abstimmung. Dabei ist zu beachten: Mit einem Ja bei der Abstimmung spricht man sich gegen das Neubauvorhaben S21 aus, mit einem Nein befürwortet man den Bau des unterirdischen Bahnhofes.
In Deutschland wurden in den letzten Jahren schon viele Megaprojekte erfolgreich realisiert wie z.B. der Potsdamer Platz in Berlin, der Berliner Hauptbahnhof, die Schnellbahntrasse der Deutschen Bahn von Stuttgart nach Mannheim, die neue Messe in Stuttgart oder die S-Bahn in Stuttgart in den siebziger Jahren. Immer wieder gab es Überraschend auftauchende Probleme, Kostensteigerungen und Proteste. Unmittelbar Betroffene, wie Grundstückseigner und Angrenzer, haben bei Projekten dieser Dimension häufig Nachteile und müssen die Eigeninteressen dem Gemeinwohl unterordnen. Bei Anderen lösen Neues, Großes und Unbekanntes Ängste oder gar Panik aus. Aber wie ist dieser heftige Wlderstand bei Stuttgart 21 zu erklären?
Die Planungen und Verfahren für Stuttgart 21 begannen bereits in den neunziger Jahren. Dies geschah vor den Augen der Öffentlichkeit. Die einzelnen Gremien paben häufig öffentlich beraten und im Bahnhofsturm des Hauptbahnhofes wurden die pläne und Modelle lange Zeit ausgestellt.
Es glbt Gutachten von renommierten Planungsbüros, die einen Erfolg von S21 bezweifeln und einen aufgewerteten Kopfbahnhof favorisieren, andere Gutachten behaupten das Gegenteil und sind von einem Erfolg von Stuttgart 21 Überzeugt. Beide Seiten, Befürworter und Gegner, haben gewichtige Argumente für ihre Position. Doch wer hat recht? Wer kann beweisen, dass gerade die eigene Theorie die Wahre ist?
Vor diesem Hintergrund kann man verschiedener Meinung sein oder sogar entgegengesetzte Positionen einnehmen. Leider wird die Diskussion oftmals unsachlich geführt und man bleibt nicht immer bei der Wahrheit. Häufig wird die sachliche Ebene verlassen und vereinzelt wird das Gegenüber beleidigt. Aber mit so einem Verhalten disqualifiziert man sich.
Bei alledem soll nicht vergessen werden, worüber gestritten wird: Es geht um den Bau eines großen Infrastruktur- Projektes für Stuttgart. Aber davon hängt das Wohlergehen der Bürger der Region Stuttgart nicht ab. Deutschland hat wesentlich gewichtigere Probleme, seien es 211 Milliarden Bürgschaften im Zusammenhang mit der Euro- Rettung, wie man die (richtige!) Abschaltung der Atomkraftwerke in 10 Jahren bewältigen wird, wie die jetzt eingeläutete Schulreform sich für die Schüler auswirken wird... Diese Liste Iieße sich beliebig fortsetzen.
Dieser Volksentscheid muss zur Befriedung führen, das Ergebnis muss von allen akzeptiert werden. Daher die Aufforderung an alle Wahlberechtigten:
Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und stimmen Sie ab!
(Hans Dietzel)

Bei der ufw-Mitgliederversammlung am Freitag, dem 15. Juli, im TV-Heim Stetten waren nach dem Rücktritt der bisherigen Vorstandsmitglieder die anstehenden Neuwahlen der wichtigste Tagesordnungspunkt. Hartmut Roth, seit Jahren bereits aktiver Beisitzer, wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unterstützt wird er zukünftig von dem früheren Gemeinderat Joachim Krauss als 2. Vorsitzender, Cathrin Maile als neue Kassiererin, Caren Brazel als Schriftführerin und Ernst Maile Senior als Beisitzer. Die Versammlung zeigte sich sehr zufrieden alle Posten gut besetzen zu können. Die neue" Vorstandsriege" hat sich vorgenommen zusammen mit der Gemeinderatsfraktion aktiv am Gemeindeleben mitwirken.
Frau Karoline Gappa-Winkelmann schied nach 2 Jahren aus dem Amt der ersten Vorsitzenden aus, zuvor war sie 5 Jahre für die ufw im Gemeinderat. Sie führte ihr Amt mit viel Engagement und Überzeugung. Dafür möchte ihr die ufw an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aussprechen. Alle hoffen, dass sie auch weiterhin die ufw-Arbeit mit ihren Ideen und Visionen bereichern wird. Ebenfalls großer Dank gilt Herrn Bernhard Thalacker. Nach vielen Jahren als ufw- Vorsitzender und zuletzt als Kassier stellt er sich nicht mehr zur Wahl. Sein Einsatz, u.a. beim Wahlkampf und als Berichteschreiber für das Mitteilungsblatt, ging weit über das Maß des Kassiers hinaus. Frau Christa Kiechle schied nach 2 Jahren aus dem Amt der Schriftführerin, auch ihr gebührt ein herzlicher Dank für ihre Arbeit.
Im Anschluss an den protokollarischen Teil kam es zu einem kommunarpolitischen Austausch.
Unter dem Motto "Quo Vadis Kernen?" standen die ufw-Gemeinderatsmitglieder Rede und Antwort zu den Themen Stromnetz Kernen, Sportentwicklungsplan und Umsetzung in den Vereinen, Bürgermeisterwahl, Verkehrsanbindung Stettens und vieles mehr.
(Caren Brazel, Schriftführerin)
Erziehung und Bildung sind unverzichtbare Voraussetzungen für unsere moderne Gesellschaft, in der sich Wissenschaft und Dienstleistung zum Motor entwickeln. Grundlage ist vielseitiges, lebenslanges Lernen. Die UFW setzt sich seit Jahren für ein lokales Netzwerk der Bildungs- und Entwicklungsförderung in Kernen ein. Wichtig ist uns der Erhalt beider weiterführenden Schulen Haupt- und Realschule in der Gemeinde. Wir sind in damit im Einklang mit Bürgerschaft und Gemeinderat.
Der evangelische Kindergarten Pezzetino feiert "10 Jahre heilpädagogischer Stützpunkt". Jetzt wird es auch im Kinderhaus Stetten, das bald bezugsfertig ist, erstmals von der Gemeinde eine integrative Gruppe geben. Familien brauchen für die Entwicklung der Kinder geeignete Rahmenbedingungen in den Bereichen Erziehung, Bildung und Betreuung, dem Dreiklang familiengerechter Angebote. Die Begleitung der Kinder vom einjährigen Kleinkind bis zum Heranwachsenden in der Gemeinde ist der UFW ein wichtiges Anliegen. Die Angebote für Kleinkinder im Kinderhaus Haldenstraße, über die Kindergärten bis zur mobile Jugendarbeit für Heranwachsende sind grundsätzlich vorhanden. Das Angebot ist immer wieder auf familien- und leistungsgerechte Gestaltung hin zu überprüfen, ist die Überzeugung der UFW.
Neben den hauptamtlichen Fachkräften gibt es zahlreiche ehrenamtlich engagierte Bürger, die sich für Bildungsaufgaben einbringen. Hier ist der Schülertreff in den Kirchgärten ein leuchtendes Beispiel für erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit. In der Betreuung gibt es eine Lücke im Dreiklang der familiengerechten Angebote. Das Betreuungsangebot des Schülertreffs ist auf die Gruppe der 11 bis 14 jährigen Kinder auszudehnen. Um auf stark wechselnde Anforderungen flexibel reagieren zu können, muss die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Bürger noch stärker vernetzt werden. Die UFW wird sich für eine familiengerechte Förderung der Erziehung, Bildung und Betreuung in Kernen weiterhin einsetzen.
Hans Dietzel und Martin Weiß
Eine wertvolle Stärke unserer Gemeinde liegt in den guten nachbarschaftlichen Beziehungen der Bürgerschaft. Ein wichtiger Beitrag dazu liegt in der ansprechenden charakteristischen Prägung der Ortsteile. In Rommelshausen bewegt sich was: Das Baugesuch des Bürgerhauses wurde am 30.6.2011 im Gemeinderat einvernehmlich erteilt. Für geplante Gesamtkosten von 7,8 Mio. Euro werden die Bauarbeiten nach der Kirbe beginnen. Bürgerhaus und das im Bau befindliche Geschäftshaus in der Karl-/ Tulpenstraße werden die neue Mitte in Kernen einladend gestalten.
Die demographische Entwicklung bereitet vielen Kommunen Mühe, die Einwohnerzahl zu halten. Um dem Wandel zuvorzukommen plant die Gemeinde Kernen das Baugebiet Kleines Feldle in Stetten, das umweltverträglich erschlossen werden soll. Aktuell laufen hierzu Gespräche mit den Grundstückseignern. Konsens herrscht im Gemeinderat darüber auch in Rommelshausen die noch unbebaute Seite der Tulpenstraße als nächstes Baugebiet zu erschließen. Dies eröffnet die Chance in der Nähe von Ortsmitte und S-Bahn attraktiven Wohnraum zu schaffen.
Ein weiteres Anliegen der UFW in der Gemeindeentwicklung ist die Förderung des sozialen Miteinanders der Bürgerschaft. In Stetten plant die Diakonie in der Frauenländerstraße ein Seniorenheim. Die Nachfrage der Bürger zeigt das Interesse soziale Bindungen im heimatlichen Umfeld zu erhalten.
Neue Gewerbegebiete sollen nur umsichtig und vorausschauend im Interesse aller Generationen geplant werden. Landflächen dürfen nur versiegelt werden, wenn dies einer nachhaltigen Planung standhält. Für die Ausweisung von Gewerbegebieten besteht im Gemeinderat noch Beratungs- und Abstimmungsbedarf.
Hans Dietzel, Fraktionsvorsitzender der UFW Kernen
Alle UFW-Mitglieder sind herzlich eingeladen zur Mitgliederversammlung
am Freitag, 15. Juli um 19.30 Uhr
im TV-Heim, Stetten.
Tagesordnung:
1. Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 29. Juni 2010
2. Bericht des Vorstands
3. Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer
4. Entlastung
a) des Kassiers
b) des Vorstands
5. Wahlen
1. Vorsitzende/r
2. Vorsitzende/r
KassierIn
SchriftführerIn
BeisitzerIn
6. Sonstiges
Ab 20.15 Uhr findet ein kommunalpolitischer Austausch statt: "Quo Vadis Kernen?" UFW Gemeinderatsmitglieder stehen Rede und Antwort zu kommunalpolitischen Themen, z.B. Discounter, Kleines Feldle, Sportzentrum, Bürgerhaus, Sensiorenheim Stetten, Hallenbad, ...
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen regen Austausch.
Karoline Gappa-Winkelmann, 1. Vorsitzende und
Hans Dietzel, Fraktionsvorsitzender.